Wien ist die einzige Stadt in Österreich, in der wir ein geliefertes Projekt vorzuweisen haben — und der Typ dieses Projekts sagt mehr über den Markt als jede Industrieliste. Keine Großmontage in einem Autowerk. Kein Data Hall in der Donaustadt. **Eine private Villa** im 19. Bezirk mit vollständiger Loxone-Integration, KNX-Bus, DALI-2-Beleuchtung, Frigate VMS und einem lokalen LLM auf Ollama-Basis. Das ist der Referenzpunkt, von dem aus wir über Wien sprechen — High-End-Smart-Home-Segment, in dem der Kunde keine Cloud, kein Abonnement, keine Abhängigkeit von einem ausländischen Vendor-Backoffice will.
Loxone Smart-Mansion — unser Wiener Einstiegspunkt
`smart-mansion-loxone` (2025) war für uns der Beweis, dass der österreichische High-End-Residential-Markt einen Integrator, der „ein Produkt nachinstalliert", von einem Integrator, der ein ganzes Ökosystem aufbaut, zu unterscheiden weiß. In diesem Projekt diente der KNX-Bus als stabile Hardwareschicht (Rollläden, Türen, Fenster, Fußbodenheizung), der Loxone Miniserver Gen 2 als Orchestrierungshirn, DALI-2 als tunable-white-Beleuchtung über Helvar-Treiber, Frigate mit lokalen Coral-TPU-Beschleunigern für die Objekterkennung auf den Außenkameras und Ollama mit privat gehostetem LLM (Qwen 2.5 14B auf einer Ryzen-9-+-RTX-4090-Konfiguration im Technikraum) für die Sprachsteuerung und einen personalisierten Assistenten des Eigentümers.
Was dieses Projekt interessant macht, ist nicht die Zahl der integrierten Systeme — sondern ihre **Schichtung**. KNX bleibt zuverlässig, auch wenn das Internet ausfällt. Der Loxone Miniserver läuft weiter, auch wenn KNX einen lokalen Busfehler hat. Frigate hat einen eigenen NVR-Loop unabhängig von Cloud-Diensten. Ollama gibt keinerlei Sprachdaten über die Grenzen des Hauses hinaus weiter. Für einen Eigentümer, der fragt: „Was passiert, wenn draußen ein Blitz einschlägt und das Internet zwei Tage ausfällt" — die Antwort ist „nichts passiert, das Haus funktioniert genauso, als wären Sie online".
Regulatorischer Rahmen Wiener Bauordnung + OIB
In Wien werden baurechtliche Entscheidungen nach der Wiener Bauordnung (WBO) + den OIB-Richtlinien getroffen (1 mechanische Festigkeit, 2 Brandschutz, 3 Hygiene, 4 Nutzungssicherheit, 5 Schallschutz, 6 Energieeffizienz). Für Loxone-Projekte ist insbesondere die OIB 4 (Brandschutz — KNX-Systeme in Fluchtwegen) und die OIB 6 (Energieeffizienz — DALI-2 tunable white muss zur EPB-Rechnung beitragen, nicht nur daneben existieren) relevant.
Für Elektroinstallationen ÖVE/ÖNORM E 8001 + E 8002 (besondere Umgebungen — Saunaräume, Pools, technische Cleanrooms in Privathäusern sind real, vor allem in Hietzing und Döbling). Für Revisionen die ETV 2020 — periodische Prüfungen der Elektroinstallation alle 5 Jahre für Residential, jährlich für gewerbliche Flächen über 1.000 m².
Cross-Border-Vektor — das Wiener Dreieck
Wien sitzt in einem der stärksten grenzüberschreitenden Knoten Europas. 60 km nach Bratislava, 70 km zur ungarischen Grenze, 250 km zur tschechischen Grenze. Für einen Integrator, der die A1-Dokumentation in Bereitschaft hält, bedeutet das, dass „Wiener Projekt" in der Praxis oft das Donauareal in Bratislava heißt, den Lieferantenkreis rund um Audi Hungaria Györ oder den Logistikhub Magna Liesing. Für unsere Operationen aus Prešov sind das 6 Stunden Fahrt über D1/A4 — vergleichbar mit Bratislava plus einer Stunde extra über Schwechat.
In der Praxis halten wir einen wöchentlichen Kontaktrhythmus mit Wiener Kunden. Für Vor-Ort-Begehungen und Spec-Meetings per Flug über BTS (50 Minuten aus Košice) plus 60 km mit dem Auto. Für längere Einsätze (Loxone Hardware Install + Commissioning dauert standardmäßig 3–4 Wochen) Unterkunft in der Reichweite von Schwechat oder direkt in Wien.
Posted Workers — e-ZKO-Routine
Für die Arbeit in Wien benötigen wir die e-ZKO-Registrierung über das BMAW-Portal 7 Tage im Voraus, die A1-Bescheinigung der slowakischen Sozialversicherung und den Nachweis der Konformität mit dem Kollektivvertrag für elektrotechnische Arbeiten (KV Elektro-, Audio-, Video- und Alarmanlagen — aktueller Tarif für Facharbeiter bei rund 21 € brutto pro Stunde). Grenzüberschreitende USt läuft im Reverse-Charge nach § 19 UStG 1994 — Rechnung mit österreichischer UID des Kunden und dem Standardvermerk „Übergang der Steuerschuld".
Welche Säulen am besten passen
Für Wien eindeutig **Intelligente Gebäude + Software/AI**, ganz im Geist des Loxone-Projekts. KNX/Loxone/DALI-2-Integration, Frigate VMS mit lokaler KI-Überwachung, Ollama-basierter privater LLM-Assistent. Unser Tech-Stack passt hier exakt: KNX-Bus als Basis, Loxone als Orchestrierung, lokale KI als Differenzierungsmerkmal gegenüber Integratoren, die Daten immer noch in AWS/Azure-Clouds schicken.
Für das Rechenzentrumssegment (NTT Wien, Equinix VI1, Interxion VIE1) **Rechenzentren + Software/AI** mit Fokus auf DCIM (EcoStruxure IT), Cooling-Design (Rear-Door HX für Racks über 25 kW) und Integration von KI-Clustern für F&E-Niederlassungen von Tech-Firmen. Das haben wir in Wien bislang nicht geliefert, aber denselben Typ Arbeit haben wir in Cluj-Napoca durchgeführt (`ai-cluster-research-lab`).
Für Siemens Mobility Floridsdorf, OMV Vienna, Frequentis und ähnliche Enterprise-Kunden — **Industrie + Automatisierung** über Sondermaschinenbau und Robotic-Cell-Integration. Hier suchen wir den ersten Kunden und befinden uns in der Vorbereitungsphase.
Fazit — was man von uns in Wien erwartet
In Wien findet uns meist ein Kunde, der vom Loxone-Projekt über Bekannte oder über spezialisierte Smart-Home-Foren gehört hat. Die erste Frage lautet meist: „Können Sie das auch ohne Cloud machen?" — und die Antwort ist Ja. Das ist unser Differenzierungsmerkmal für den österreichischen High-End-Residential-Markt. Für größere Gewerbeprojekte (Rechenzentren, Automotive-Lieferanten) befinden wir uns in Wien im Early-Stage-Relationship-Building — eine Referenz haben wir bislang nur im residentiellen Bereich, aber die übertragbaren Kompetenzen sind bereit.